zuerst sehen wir die zigarre. sie bewegt sich im rhythmus der worte, die hans josephsohn spricht. er erinnert sich an die letzte grosse offensive der deutschen wehrmacht, die von der sowjetischen armee niedergeschlagen wurde. damit hat meine laufbahn begonnen, dass mir klar wurde, die deutschen haben den krieg endgültig verloren, dass ich am leben bleiben kann. beides, die zigarre und das schicksal des jungen mannes aus einer jüdischen familie, dessen leben bedroht ist, zieht sich leitmotivisch durch dieses portrait. behutsam, mit wenigen Fragen, nähert sich regisseur marcus spichtig dem menschen und künstler hans Josephsohn. allzuviel gesprochen wird nicht. die bilder erzählen ihre eigene geschichte….

gerhard mack